Pumpe

Ein Brunnenrohr kann grundsätzlich nicht zu groß sein. Wenn dann ist die Tiefbrunnenpumpe "zu klein" in Ihrer Dimensionen = Durchmesser (nicht zu verwechseln mit den Leistungsdaten wie Förderhöhe oder Stromverbrauch). Damit eine Brunnenpumpe richtig gekühlt wird, muss das (eiskalte) Wasser im Brunnenrohr am Motor vorbeigeführt werden, bevor es in der Pumpe dann nach oben gefördert wird. Zwischen Tiefbrunnenpumpe und Brunnenrohr sollte nicht mehr als 1 bis 1,5 Zoll Abstand sein, da ansonsten die Kühlung nicht ausreichend ist. Sollte die Pumpe tatsächlich einmal zu klein im Umfang gewählt worden sein, kann man die Pumpe mit einem Kühlblech versehen. Dies sieht ein wenig wie ein Sektkühler aus und sorgt im Einsatz dafür, dass die Pumpe ausreichend gekühlt wird.
Es gibt keine "die Beste". Es gibt nur Tiefbrunnenpumpen, die für die konkrete Brunnensituation die ideale Lösung darstellt, also sich also als die "richtige Tiefbrunnenpumpe" darstellt. Die "richtige Brunnenpumpe" ist abhängig von folgenden Eckpunkten, von dem jeder zu beachten ist:
  • Passt die Tiefbrunnenpumpe in das vorhandene Brunnenrohr ?!
  • Ist die Pumpe in Ihrer Förderleistung nicht zu groß gewählt ?!
  • Ist die Pumpe in Ihrer Förderhöhe ausreichend (auch Entfernung/Steigung) beachten?!
  • Wo liegt der Betriebspunkt der Pumpe ?!
  • Welche Spannungsart (Strom: 230 oder 400 Volt) liegt vor Ort an ?!
  • Wird die Pumpe korrekt betrieben (Kleinstabnehmer, wie z.B. Tropfbewässerung) ?!
  • Reale(!) Garantie/Leistungsbedingungen sowie Servicenetz für die Pumpe vorhanden ?!
Zahlreiche Fragen, die jedoch für die Wahl für die "richtige Tiefbrunnenpumpe" entscheidend sind. Sie ist dann auch "die beste" Pumpe für die konkrete Einbausituation ;)
Für eine 3 Zoll (ca. 8 cm) Brunnenpumpe muss ein Brunnenrohr mit einer Größe von 3" (DN 80) oder 4"(DN 100) verwendet werden. Erläuterung: Der Begriff einer 3" Brunnenpumpe bedeutet eigentlich, die Pumpe ist maximal 80 Millimeter (=3") im Umfang. Ein 3" Brunnenrohr hat - laut DIN-Norm - ein Rohrinnenmaß von 80 Millimeter. Der bekannteste Hersteller von Tiefbrunnenpumpen ist Grundfos, deren 3 Zoll (ca. 8 cm) Pumpen sind im Durchmesser zwischen 74 und 76 Millimeter. Damit passen diese Modelle - bei einem gerade verbauten Brunnenrohr - in ein DN 80 Brunnenrohr. Ist es nicht gerade, kann es zu einem verklemmen der Pumpe im Rohr kommen - leider nicht immer mit einem Happy End. TIPP: Wer eine 3" Pumpe aus China (gern Mady by PRC = "Peoples Republic of China" bezeichnet) oder anderen Quellen kauft, sollte den Durchmesser unbedingt vorab prüfen! Denn diese Unterwasserpumpen sind häufig 79 oder 80 Millimeter im Durchmesser und lassen keine Nutzung in einem DN 80 Rohr zu.
Es gibt nicht "den Durchmesser" für das Brunnenbohren. Vielmehr ist es entscheidend, in welcher Tiefe, in welcher Menge und mit welcher Wasserpumpe das kostbare Nass geborgen werden soll. Möchte oder muss man eine Tiefbrunnenpumpe zum Einsatz kommen lassen, ist mindestens ein 3" Brunnenrohr nötig - ggf. aber auch 4", 4 1/2" oder 5". Für seltenere Brunnenbauvorhaben (z.b. Löschwasserbrunnen) macht aber auch 6" oder 8" Sinn. Der lokale Brunnenbaumeister ist für die korrekte Dimensionierung des Brunnens der beste Partner.
Dies hängt von der Bodenbeschaffenheit ab. Mit einem Bodengutachten kann man diese erkennen und die korrekte und nötige Tiefe wählen. Je nach Bundesland gelten unterschiedlich rechtliche Rahmenbedingungen. Erklärungen: Wer ein Bodengutachten (wegen dem Preis) scheut, oder das Bundesland keines vorschreibt - kann auch über alternative Lösungen nachdenken. So kann man einen lokalen Brunnenbauer befragen, ein Freudestrahlen wird man von diesen für die Frage nicht ernten. Alternativ kann man einen unmittelbaren(!) Nachbarn mit Brunnen befragen. Beachten Sie aber das bereits 50-60 Meter Entfernung voneinander, völlig andere Bodenverhältnisse vorweisen können. Unterschiede von 50 Metern ist dabei keine Überraschung. Selbst ein (tatsächlich) lokaler Brunnenbauer, kann die nötige Tiefe nur in etwa voraussagen.  Noch ein ernster Hinweis: Ein Rutenläufer oder Wasseradersucher ist ein Quacksalber, der nur ihren Geldbeutel erleichtern will.

Auch Brunnenrohre haben mehrere Maße. Jedes davon muss beachtet werden. Das Innenmaß damit die Pumpe oder das Saugrohr hineinpasst. Das Außenmaß ohne Muffe und mit Muffe benötigt man beim Erstellen des Brunnenbaus.

 

3" = DN80

Innen: 80 mm

Außen ohne Muffe: 88 mm

Außen mit Muffe: 93 mm


4" = DN100

Innen: 100 mm

Außen ohne Muffe: 110 mm

Außen mit Muffe: 120 mm


4 1/2" = DN115

Innen: 115 mm

Außen ohne Muffe: 125 mm

Außen ohne Muffe: 133 mm


5" = DN125

Innen: 125 mm

Außen ohne Muffe: 140 mm

Außen ohne Muffe: 150 mm


Step 1 ist IMMER: Bei der lokalen Wasserbaubehörde prüfen, ob man überhaupt bzw. unter welchen Einschränkungen, einen Brunnen privat bohren darf. Ein lokaler Brunnenbaumeister kann diese Fragen natürlich ebenfalls beantworten. Je nach Bundesland, in dem man grundsätzlich einen Brunnen bohren darf, muss dies angemeldet und/oder abgenommen werden. Unbedingt Fragen, der "böse Nachbar" lauert überall. Step 2: Welchen Aufwand der Brunnenbau konkret an der gewünschten Stelle bedeutet, sollte man vorab prüfen. Ein Schichtenverzeichnis hilft hier wunder.