Frequently Asked Questions

Häufig gestellte Fragen


Fachbegriffe, Mythen, Erfahrung, Gerüchte, stille Post, Meisterberuf, Hoffnung & Realität, Fakten


Das "Brunnenrohr Set" oder "Brunnenbau Set", ist ein reiner Marketingschachzug. Ein solches Set ist niemals vollständig im benötigten Materialumfang* erwerbbar. Es bietet jedoch einen tatsächlichen Preisvorteil in seiner Mengenabnahme. In einem Brunnenrohr Set werden aktuell Brunnenrohre und 1 bis 3 Brunnenfilter um ggf. folgende Artikel ergänzt. Eine Brunnenkappe, einem Brunnenkopf, ein Seil, ein PE Fitting oder eine wilde Kombination daraus. Zu einem Brunnen gehört eine Brunnenkappe (oder Dichtungston, wenn geplunscht wird), Filtersand (wenn Professionell gebohrt wird), Filterrohr, Brunnenrohr sowie eine Brunnenkappe. Artikel wie PE-Fittinge, Seil-Sets, Ansauggarnituren, oder gar Tiefbrunnenpumpen sind in dringender Abstimmung der tatsächlich genutzten Pumpe auszuwählen und gehören nicht zum eigentlichen Brunnenbau. Diese Pumpe kann man aber erst nach Fertigstellung des Brunnens samt dem Auslitern, dimensionieren/festlegen. Hier gibt es KEIN "Aber". * Der Materialumfang
  • die Länge der Filterstrecke wird nach dem gewünschten Wasserbedarf und Wasservorkommen festgelegt
  • die Schlitzweite des Filters, hängt von dem Real vorhandenen Sand/Kiesgemisch ab
  • die Menge an Filterkies hängt vom gebohrten Durchmesser und dem des Brunnenrohrs ab
  • die Pumpe hängt vom realen Ruhepegel und der max. förderbaren Menge Wasser ab
  • der Brunnenkopf hängt von der gewählten Pumpe und der Brunnenstube ab
Grundsätzlich: KEIN KG-Rohr. KG-Rohr ist nicht nur viel Weicher und Poröser in der Materialstruktur und bricht somit viel leichter, auch weitere Dinge sprechen eindringlich gegen den Einsatz dieses oft als preiswertes Brunnenrohr genutzte Rohr. Brechen tut es übrigens nicht nur beim Verbauen also beim eigentlichen Brunnenbau sehr gern, sondern auch bei tieferen Brunnen aufgrund des Druckes von Außen auf das Rohr. Besonders wichtig: KG-Rohr enthält schädliche Weichmacher, die täglich ausgeschwemmt werden. Wer nun denkt "ich nutzt es ja nur zum Bewässern", sollte einmal kurz sein Hirn einschalten. Spätestens wenn die Holde die Gemüsebeete mit dem gewonnenen Wasser versorgt, werden Sie später per Tomate oder Gurke den Mist in Ihre Nahrungskette bringen. Sinnvolles und in fast allen Bundesländern auch vorgeschriebenes Brunnenrohr, ist PVC-U Brunnenrohr und Filter - leicht an der blauen Farbe zu erkennen.
Ein Brunnenrohr kann grundsätzlich nicht zu groß sein. Wenn dann ist die Tiefbrunnenpumpe "zu klein" in Ihrer Dimensionen = Durchmesser (nicht zu verwechseln mit den Leistungsdaten wie Förderhöhe oder Stromverbrauch). Damit eine Brunnenpumpe richtig gekühlt wird, muss das (eiskalte) Wasser im Brunnenrohr am Motor vorbeigeführt werden, bevor es in der Pumpe dann nach oben gefördert wird. Zwischen Tiefbrunnenpumpe und Brunnenrohr sollte nicht mehr als 1 bis 1,5 Zoll Abstand sein, da ansonsten die Kühlung nicht ausreichend ist. Sollte die Pumpe tatsächlich einmal zu klein im Umfang gewählt worden sein, kann man die Pumpe mit einem Kühlblech versehen. Dies sieht ein wenig wie ein Sektkühler aus und sorgt im Einsatz dafür, dass die Pumpe ausreichend gekühlt wird.
Es gibt keine "die Beste". Es gibt nur Tiefbrunnenpumpen die für die konkrete Brunnensituation die ideale Lösung darstellt, also sich also als die "richtige Tiefbrunnenpumpe" darstellt. Die "richtige Brunnenpumpe" ist abhängig von folgenden Eckpunkten, von dem jeder zu beachten ist:
  • Passt die Tiefbrunnenpumpe in das vorhandene Brunnenrohr ?!
  • Ist die Pumpe in Ihrer Förderleistung nicht zu groß gewählt ?!
  • Ist die Pumpe in Ihrer Förderhöhe ausreichend (auch Entfernung/Steigung) beachten?!
  • Wo liegt der Betriebspunkt der Pumpe ?!
  • Welche Spannungsart (Strom: 230 oder 400 Volt) liegt vor Ort an ?!
  • Wird die Pumpe korrekt betrieben (Kleinstabnehmer wie z.B. Tropfbewässerung) ?!
  • Reale(!) Garantie/Leistungsbedingungen sowie Servicenetz für die Pumpe vorhanden ?!
Zahlreiche Fragen, die jedoch für die Wahl für die "richtige Tiefbrunnenpumpe" entscheidend sind. Sie ist dann auch "die Beste" Pumpe für die konkrete Einbausituation 😉

Brunnenrohr hat auf einer Seite die sogenannte Muffe zum Verschrauben. Diese gehört immer nach oben. Unten ist damit das Gegenstück zur Muffe. Dort kommt beim professionellen Brunnenbau die Brunnenkappe aufgeschraubt.

Je nach Durchmesser des Brunnenrohrs kostet jeder Meter Brunnenrohr zwischen ca. 7 und 45 Euro. Wichtig: Brunnenrohr besteht nicht nur aus dem sogenannten Vollwandrohr, sondern auch aus Filterrohr. Dieses kostet ca. 2 bis 2,5 x mehr als Brunnenrohr.

Die Länge des Brunnenrohrs bestimmt die Menge des theoretisch maximal einfließenden Wasser in das Brunnenrohr. Je nach Schlitzweite des Brunnenfilters sowie der Länge der Filterfläche, kann eine Menge X an Wasser einfließen. Natürlich nur dann, wenn auch entsprechendes Wasser an dieser Stelle/Tiefe vorhanden ist. Weiterhin muss die entsprechende hohe Menge an Wasser vorhanden sein, nur dann presst sich das Wasser entsprechend schnell durch die Filterfläche. Wichtig: Die Schlitzweite begrenzt zwar die Menge an Wasser, wer diese aber zu groß wählt riskiert Sand im Brunnenrohr. Tödlich für jede Wasserpumpe!

Für eine 3 Zoll (ca. 8 cm) Brunnenpumpe muss ein Brunnenrohr mit einer Größe von 3" (DN 80) oder 4"(DN 100) verwendet werden. Erläuterung: Der Begriff einer 3" Brunnenpumpe bedeutet eigentlich, die Pumpe ist maximal 80 Millimeter (=3") im Umfang. Ein 3" Brunnenrohr hat - laut DIN-Norm - ein Rohrinnenmaß von 80 Millimeter. Der bekannteste Hersteller von Tiefbrunnenpumpen ist Grundfos, deren 3 Zoll Pumpen sind im Durchmesser zwischen 74 und 76 Millimeter. Damit passen diese Modelle - bei einem gerade verbauten Brunnenrohr - in ein DN 80 Brunnenrohr. Ist es nicht gerade, kann es zu einem verklemmen der Pumpe im Rohr kommen - leider nicht immer mit einem Happy End. TIPP: Wer eine 3" Pumpe aus China (gern Mady by PRC = "Peoples Republic of China" bezeichnet) oder anderen Quellen kauft, sollte den Durchmesser unbedingt vorab prüfen! Denn diese Unterwasserpumpen sind häufig 79 oder 80 Millimeter im Durchmesser und lassen keine Nutzung in einem DN 80 Rohr zu.

Es gibt in der DIN Norm 4925 die Definition das eine "blaue Farbe" für diese Rohre verwendet wird. Damit ist Brunnenrohr bereits optisch leicht unterscheidbar von KG Rohr (rotbraun) oder Abwasserrohr (Grau). Ein Hellblau oder Dunkelblau gibt es also eigentlich nicht. Aber ...

Es gibt in Europa 3-4 Hersteller die das Brunnenrohr über Händler in Deutschland und Österreich verkaufen. Diese Rohre haben eher eine hellblaue Farbe mit einer schwarzen Beschriftung (Größe, EAN usw.). Die am Markt auftauchenden dunkelblauen Rohre haben eine gelbe Beschriftung und werden aus Indien oder Amerika eingeführt. Diese Rohre haben laut Angaben von Nutzern der letzten Jahre sowie einigen Brunnenbauern jedoch einen Nachteil. Da man das verwendete PVC mit Zement gestreckt hat, bricht es deutlich schneller beim Verbringen in den Boden.

Im professionellen Brunnenbau durch einen Brunnenbaumeister wird das Brunnenrohr nach unten mit einem Abschluss versehen. Die Brunnenkappe wird einfach  auf das Trapez- und Rohrgewinde aufgeschraubt. Es verhindert zuverlässig das Eindrücken von Sand in das Brunnenrohr. Beim privaten Brunnen plunschen geht dies natürlich nicht, hier wird ein sogenannter Dichtungston für den Verschluss verwendet.
Ja, ABER !  KG Rohr (Umgangssprachlich auch Kacke-Rohr genannt) hat weder die nötigen mechanischen, technischen Voraussetzungen, noch die nötige gesetzliche Zulassung für den Brunnenbau. Konkret ist es zu dünn um beim tatsächlichen Brunnenbau nicht zu brechen, bzw. in tieferen Schichten vom Druck der auf das Rohr wirkt zu brechen - noch ist es für den Einsatz mit Trinkwasser geeignet (Thema Weichmacher im PVC). Für den Brunnenbau hat es keine gesetzliche Zulassung.
Es gibt nicht "den Durchmesser" für das Brunnenbohren. Vielmehr ist es entscheidend in welcher Tiefe, in welcher Menge und mit welcher Wasserpumpe das kostbare Nass geborgen werden soll. Möchte oder muss man eine Tiefbrunnenpumpe zum Einsatz kommen lassen, ist mindestens ein 3" Brunnenrohr nötig - ggf. aber auch 4", 4 1/2" oder 5". Für seltenere Brunnenbauvorhaben (z.b. Löschwasserbrunnen) macht aber auch 6" oder 8" Sinn. Der lokale Brunnenbaumeister ist für die korrekte Dimensionierung des Brunnens der beste Partner.
Der Brunnenkopf - auch gern Brunnendeckel genannt - ist der Abschluss des Brunnenrohres am oberen Ende. Es ist der saubere Übergang zwischen Brunnen und folgender Verrohrung bzw. Verteilung. So ist es nicht nur deutlich einfacher im Falle eines Falles eines nötigen Serviceeinsatzes am/im Brunnenrohr durchzuführen (Pumpe ziehen, Brunnenregeneration, usw.). Mit dem Einsatz kann aber auch zuverlässig vermieden werden, das Kleintiere ins Brunnenrohr fällt. Wer mag schon gammelige Tiere im Brunnenwasser haben ...

Für eine 4" Brunnenpumpe, muss ein 41/2 (DN115) oder 5"(DN125) Brunnenrohr verwendet werden. Das 4 Zoll Brunnenrohr ist zu eng für die klassische 4" Pumpe.

Erläuterung: Der Begriff einer 4" Brunnenpumpe bedeutet eigentlich, die Pumpe ist maximal 100 Millimeter (=4") im Umfang. Ein 4" Brunnenrohr hat - laut DIN Norm - ein Rohrinnenmaß von 100 Millimeter. Auch wenn einige 4" Tiefbrunnenpumpen einen Umfang von 96 oder 98 Millimetern besitzen ... die Pumpe muss in dem Brunnenrohr abgesenkt werden. Hier bleiben dann also 2-4 Millimeter "Luft", die theoretisch zwar ausreichen würden, jedoch müsste dazu das Brunnenrohr EXAKT GERADE im Boden verbracht worden sein, denn auch die kleinste Krümmung lässt die Pumpe stecken bleiben. Der Mehraufwand von beispielsweise 4 1/2" Brunnenrohr beträgt 2,50 bis 3,50 Euro pro Meter. Eigentlich kein Grund für Experimente ...

Ein Sumpfrohr - gern auch Sandfang oder Blindrohr genannt - ist das Brunnenrohr vor der Filterstrecke am unteren Ende eines Brunnens. Hier kann sich der Sand und die Schwebeteilchen sammeln, die trotzt sorgsamer Planung und Bau auftreten können.
Filterrohre haben entsprechende Schlitze für das Eindringen des Wassers. Diese können 0,3 Millimeter, aber auch 0,5 - 0,75 - 1,0 oder 2,0 mm breit sein. Sogenannte Gewebefilter besitzen 0,12, 0,15 oder 0,2 Millimeter - wobei dies per verbauter Gage um das Filterrohr erzeugt wird.
Die Wahl der Schlitzweite des Brunnenrohrfilters (Filterrohr) ist abhängig vom vorhandenen Boden. Dabei gilt folgende Regel: den Filter immer halb so klein wie die Sand/Kies Beschaffenheit wählen. Ist dieser also 0,5 bis 0,7 Millimeter, ist ein Filterrohr mit einer Schlitzweite von 0,3 die sinnvolle Wahl.
Dies hängt von der Bodenbeschaffenheit ab. Mit einem Bodengutachten kann man diese erkennen und die korrekte und nötige Tiefe wählen. Je nach Bundesland gelten unterschiedlich rechtliche Rahmenbedingungen. Erklärungen: Wer ein Bodengutachten (wegen dem Preis) scheut, oder das Bundesland keines vorschreibt - kann auch über alternative Lösungen nachdenken. So kann man einen lokalen Brunnenbauer befragen, ein Freudestrahlen wird man von diesen für die Frage nicht ernten. Alternativ kann man einen unmittelbaren(!) Nachbarn mit Brunnen befragen. Beachten Sie aber das bereits 50-60 Meter Entfernung voneinander, völlig andere Bodenverhältnisse vorweisen können. Unterschiede von 50 Metern ist dabei keine Überraschung. Selbst ein (tatsächlich) lokaler Brunnenbauer, kann die nötige Tiefe nur in etwa voraussagen.  Noch ein ernster Hinweis: Ein Rutenläufer oder Wasseradersucher ist ein Quacksalber, der nur ihren Geldbeutel erleichtern will.
Nutzen Sie ausschließlich sogenanntes PVC-U Brunnenrohr nach der DIN Norm 4925 (dunkelblaue Farbe). Dieses hält die Drücke in unteren Bodenschichten aus (Härte des Materials), wird ohne Weichmacher hergestellt (Ihre Gesundheit) sowie passt auch noch 100% zueinander (Brunnenkopf, Brunnenrohr, Filterrohr mit Schlitzen ab 0,3mm, Bodenkappe). In einigen Bundesländern und Gemeinden, ist der Einsatz dieses Rohrs vorgeschrieben. Erläuterung: Es gibt immer wieder Versuche mit KG Rohr (rotbraun) und HT Rohr (grau) einen Brunnen zu erstellen. Beide sind nicht hart genug und brechen schnell. Die Schlitze im Filterbereich mit Bohrmaschinen oder Trennschleifer sind weit weg von Hirnmasse (0,3 bis 0,75 Millimeter sind nötig) und "töten" am Ende jede Wasserpumpe. Noch ein Tipp: "Ich nehm trotzdem anderes Rohr, weil ..." bedeutet am Ende des Tages: "... der Brunnenbauer es auch benutzt." - - Es handelt sich zu 100% um keinen Brunnenbauer, sondern einen unwissenden Menschen ohne jedes Wissen zum Brunnenbau. Er gehört beim Bürgermeister anzeigt. "... ich benutzte es nur zur Beregnung." - - Ihre Ehefrau wird - über kurz oder lang - das Wasser auch für Ihr Gartenbeet nutzen. Der Weichmacher wird so direkt in Ihre Tomaten und Gurken gelangen und somit in Ihren Nahrungskreislauf. Biogemüse aus dem eigenen Garten ... nein.

Auch Brunnenrohre haben mehrere Maße. Jedes davon muss beachtet werden. Das Innenmaß damit die Pumpe oder das Saugrohr hineinpasst. Das Außenmaß ohne Muffe und mit Muffe benötigt man beim Erstellen des Brunnenbaus.

 

3" = DN80

Innen: 80 mm

Außen ohne Muffe: 88 mm

Außen mit Muffe: 93 mm


4" = DN100

Innen: 100 mm

Außen ohne Muffe: 110 mm

Außen mit Muffe: 120 mm


4 1/2" = DN115

Innen: 115 mm

Außen ohne Muffe: 125 mm

Außen ohne Muffe: 133 mm


5" = DN125

Innen: 125 mm

Außen ohne Muffe: 140 mm

Außen ohne Muffe: 150 mm


Step 1 ist IMMER: Bei der lokalen Wasserbaubehörde prüfen, ob man überhaupt bzw. unter welchen Einschränkungen, einen Brunnen privat bohren darf. Ein lokaler Brunnenbaumeister kann diese Fragen natürlich ebenfalls beantworten. Je nach Bundesland, in dem man grundsätzlich einen Brunnen bohren darf, muss dies angemeldet und/oder abgenommen werden. Unbedingt Fragen, der "böse Nachbar" lauert überall. Step 2: Welchen Aufwand der Brunnenbau konkret an der gewünschten Stelle bedeutet, sollte man vorab prüfen. Ein Schichtenverzeichnis hilft hier wunder.

Hilfe für den privaten Brunnenbau:

PREISVERGLEICH


Ein landläufig als Brunnenrohr bezeichnetes Material besteht aus PVC-U und entspricht der DIN Norm 4925. Es besteht aus den Komponenten Aufsatzrohr (auch Vollrohr genannt), dem Filterrohr sowie einem Sumpfrohr mit Endkappe.